urbanharbor – klimaneutrales Quartier dank smarter Lüftung

urbanharbor – klimaneutrales Quartier dank smarter Lüftung
Im urbanharbor Ludwigsburg entsteht das erste klimaneutrale Stadtquartier Europas. Inhaberfamilie Maier dreht dafür an den digitalen Reglern und organisiert Nachhaltigkeit über die Cloud. Wie die Vision dank smarter Lüftung Wirklichkeit wird.
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Ein Anker für Nachhaltigkeit.
Über 200.000 m2 erstreckt sich der urbanharbor in Ludwigsburg: ein eigenes Ökosystem aus Start-ups der Region, Gastronomie, Einzelhandel und Unterhaltung. Die Vision dahinter: bis 2030 das erste produktive Stadtquartier Europas zu sein, das klimaneutral wirtschaftet.
„Nachhaltigkeit ist mein Motiv“
Max Maier

Lüftung zwischen Haus und Haus
In den Produktionshallen wurden früher Kühlschränke & Co. hergestellt, jetzt arbeiten in den hier eingebauten, modernen Büros die Start-ups der Region an den Ideen der Zukunft. Das Energiekonzept: Zwischen Büro- und Hallendach fördert die Lüftungsanlage die Frischluft nur genau dorthin, wo die Mitarbeiter sich aufhalten.


Luft, dort wo sie gebraucht wird
Christoph Hornek, verantwortlich für die Luft- und Gebäudetechnik, traute sich, Neues zu wagen: eine semizentrale Lüftungsanlage mit rund 300 lokalen, präzise regelbaren Ventilatoren von ebm-papst inklusive cloudbasierter Building-Connect-Plattform von ebm-papst neo als Gehirn für die bedarfsgerechte Steuerung.
„Es wird keine Luft verschwendet.“
Christoph Hornek

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Das Gehirn der Lüftung
ebm-papst neo hat genau für solch einen Anwendungsfall die Building-Connect-Plattform entwickelt. Sie wertet mithilfe von Sensordaten die Luftqualität aus und steuert die präzise regelbaren, lokalen Ventilatoren von ebm-papst entsprechend. Das Abbild der Räumlichkeiten ist stets mobil einsehbar.

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„Der Mitarbeiter im Büro fühlt sich besser.“
Bernd Röhrscheid
Der Weg der Daten
Der Sensor misst Werte zur Temperatur, Luftfeuchtigkeit, TVOC (organische Stoffe) und Feinstaub sowie den CO2– Gehalt in der Luft – die Regelungsgrundlage der Lüftungsanlage. Sie wandern in die ebm-papst Cloud, werden verarbeitet und an die Ventilatoren zur Regulierung geschickt. Ab einem Wert von 900 ppm erhöhen sie ihre Luftleistung, bis dieser wieder im Idealbereich liegt.

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Vision ist Realität
Die bedarfsgerechte Regelung spart etwa 50 Prozent der aufzubereitenden Luft und 30 Prozent der elektrischen Energie, die zur Förderung der Luft notwendig ist. Max Maier geht in Halle 8 im schlechtesten Fall davon aus, dass er zusätzlich zur Erreichung der Klimaneutralität 63 bis 250 Tonnen mehr CO2 überkompensieren wird.

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„Plattform, auf der sich Menschen inspirieren können.“
Max Maier, Inhaber der max maier urbandevelopment, über das Quartier

urbanharbor students – Hochschule für öffentliche Verwaltung
Zeit für Neues in der Rofa
Die Verwaltungshochschule übernimmt die Räume der ehemaligen Ludwigsburger Kultdiskothek
LKZ Ludwigsburg | 09.07.2021
Ludwigsburg. Die Erstsemesterpartys in der Rockfabrik in der Ludwigsburger Grönerstraße waren legendär. Bis in die frühen Morgenstunden wurde hier gefeiert und getanzt. Erstsemester werden das Gebäude bald wieder mit Leben füllen. Allerdings werden sie nicht zu lauter Musik Party machen, sondern lernen. Denn die Räume, die vielen Rock- und Metalfans aus der Region ein musikalisches Zuhause waren, sind jetzt ein Standort der Ludwigsburger Verwaltungshochschule.
Einst wurden hier Kühlschränke hergestellt, dann eröffnete im November 1983 die legendäre Rockfabrik. Ende 2019 lief deren Mietvertrag aus und wurde nicht verlängert. Stattdessen zogen Handwerker auf das Gelände und verwandelten die dunkel-schummrige Diskothek in einen hellen, lichtdurchfluteten Hochschulstandort.
Corinna Bosch, Leiterin des Amtes Ludwigsburg für Vermögen und Bau, sprach bei der Übergabe am Montag von einer „adäquaten Nachfolgenutzung“.
1300 Quadratmeter Hochschule sind hier entstanden, „damit können wir die drängendste Flächennot lindern.“ Denn der Platz draußen am Favoritepark ist eng geworden. In den vergangenen Jahren hat die Zahl der Studenten stark zugenommen, bereits 2015 hatte die Hochschule deshalb zusätzliche Räume auf dem Bleyle-Areal angemietet. Weil das aber immer noch nicht ausreichte, wurde nach weiter nach Expansionsflächen gesucht.
„Wir sind richtig stolz auf diese Räume“, freute sich Rektor Wolfgang Ernst bei der Übergabe. „Bestimmt wollen alle unsere Studierenden hier her.“
Entscheidend dafür ist jedoch der Studiengang. Wer allgemeine Finanzverwaltung, Rentenversicherung, digitales Verwaltungsmanagement, europäisches Verwaltungsmanagement oder Public Management studiert, wird hier in die Grönerstraße ziehen. Zwölf Seminarräume und zusätzliche Büros für Lehrende stehen zur Verfügung.
Anfangs habe er ein bisschen Manschetten gehabt, sagte Ernst. „Die Rofa, die hat doch fast Museumsstatus.“ Was der Eigentümer, die MM Immobiliengesellschaft da jedoch innerhalb kürzester Zeit geschafft habe, lasse ihn immer noch staunen. Da wurden große Fenster für viel Licht geschaffen, die Räume selbst sind weiß, der Boden sowie Mobiliarelemente und Treppen schwarz. Der Blick nach oben zeigt Lüftungselemente und gibt den Blick frei bis unter den Giebel.
„Das ist ein wundervolles Projekt“, schwärmt Madlen Maier von der MM Immobiliengesellschaft. „Wir wollen Ökosysteme entwickeln, die resilient sind, wo es neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze gibt, und wo auch Wertschöpfung entstehen kann.“ Bildung sei hierbei ein neuer Baustein auf dem ehemaligen Industrie-Areal, das den Namen urbanharbor trägt.
Rund drei Millionen Euro habe man in die Umwandlung der Rofa investiert. Der Vertrag mit der Hochschule ist zunächst auf zehn Jahre ausgelegt, mit der Option auf Verlängerung.
Ein kleines Stückchen Rofa ist aber doch geblieben. Im Treppenhaus des Backsteingebäudes sind die düsteren Wand-Graffiti geblieben. Und auch das zweite Obergeschoss im Backsteinhaus ist noch nicht saniert. „Soziales Leben wird in nächster Zeit maßgeblich eine Rolle auf dem Gelände spielen“, sagte Madlen Maier mit Blick auf den Club-2-Bereich.
Innovations made at urbanharbor workspaces | Das neue PORSCHE Infotainmentsystem
Innovations made at urbanharbor workspaces | Das neue PORSCHE Infotainmentsystem
Auf unserem urbanharbor Areal entstehen neue Geschäftsmodelle und Innovationen. Porsche stellt in einem LIVE Video vor, wie hier im urbanharbor Ludwigsburg neue Innovationen rund um smart & digital mobility entstehen und entwickelt werden. Connect@Porsche die sechste Generation des Porsche Communication Managements (PCM) sowie die Funktionen der Porsche Track Precision App und erste Einblicke in ein innovatives Musik-Erlebnis für Autofahrer – den adaptiven Sound.
Neues Porsche-Infotainmentsystem: weiß mehr, kann mehr, hört besser zu
Porsche AG Pressemitteilung | 18.06.2021
Die sechste Generation des Porsche Communication Managements (PCM) hält ab Sommer 2021 in den Porsche-Modellen 911, Cayenne und Panamera Einzug. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt die Tiefenintegration der Streamingdienste Apple Music und Apple Podcasts ins PCM. Darüber hinaus wird erstmals auch Android Auto eingebunden. Zudem versteht der Sprachassistent Voice Pilot nun Anweisungen in natürlicher Sprache. Das Navigationssystem rechnet schneller und stellt seine Informationen übersichtlicher dar. PCM 6.0 sorgt auch dafür, dass Software-Updates mithilfe der Over-The-Air-Technologie, also drahtlos vorgenommen werden können. Und: In Zukunft könnte das PCM-System die digitale Basis werden für adaptiven Sound – Musik, die sich dynamisch an den Fahrstil anpassen.
Video & Bilder © by Porsche AG
Flexibel jetzt auch in der Nutzung von Android Auto
Zum Lieferumfang des neuen PCM 6.0 zählt die Einbindung von Android Auto. Neben den iPhones von Apple können nun auch die Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android ins Infotainmentsystem der Porsche-Modelle integriert werden. Das geschieht automatisch, sobald man das Mobiltelefon via USB-Kabel mit dem Fahrzeug verbindet: Telefonfunktionen und Smartphone-Apps, die die Fahrsicherheit nicht beeinträchtigen, sind dann über das PCM 6.0 bedienbar.
Tiefere Integration von Apple Podcasts und Apple Music
Abonnenten von Apple Music können über eine dreijährige kostenlose In-Car-Internetverbindung werbefrei mehr als 75 Millionen Songs. Sie können darüber hinaus tausende Playlists streamen und täglich unter den aktuell besten Musikexperten der Welt auswählen.
Zusätzlich haben sie Zugriff auf alle Künstler und Moderatoren, die über die globalen Livestream-Radiosender Apple Music 1, Apple Music Hits und Apple Music Country senden. Porsche-Fahrern stehen zudem mehr als 1,5 Millionen Sendungen der weltweit führenden Podcast-Plattform Apple Podcasts zur Verfügung, um bei jeder Fahrt informiert, unterhalten und inspiriert zu werden. Dazu müssen sie nur ihre Apple-ID mit ihrem Fahrzeug verbinden. Um Apple Podcasts oder Apple Music nutzen zu können, muss das Smartphone nicht im Auto liegen.
„Wir haben es geschafft, das klassische Radioerlebnis mit der modernen Streaming-Experience zu verbinden“, sagt Martin Bayer, Teamleiter Navigation und Infotainment bei der Porsche AG. „Dabei geht es nicht nur um das bloße Musikhören, sondern um die Tiefenintegration von Apple Music ins Porsche-Infotainmentsystem: Der Fahrer kann ein Lied, das er im Radio hört, einer Apple-Playlist hinzufügen, um es später immer wieder abzuspielen. Oder er kann, wenn ihm ein Künstler im Radio besonders gut gefällt, auf eine spezielle Apple-Station umschalten, die nur Lieder genau dieses Künstlers abspielt.“
Porsche-Fahrzeuge, die mit dem neuen PCM 6.0 ausgestattet sind, verfügen zudem über eine drahtlose Apple CarPlay-Unterstützung. Damit können die Kunden ihr iPhone unkompliziert kabellos mit dem Fahrzeug verbinden. Durch einfaches Tippen auf das Touchscreen-Display oder über die Siri-Sprachsteuerung erhalten sie verkehrsoptimierte Wegbeschreibungen, können telefonieren, Nachrichten senden und empfangen sowie Musik und Podcasts abspielen. Den Verkehr behalten sie dabei jederzeit im Blick.
Der Voice Pilot ist menschlicher geworden
Künftig genügt es, wie zuvor schon beim Taycan möglich, einfach „Hey Porsche“ zu sagen. Das Fahrzeug ist bereit, Befehle auszuführen, ohne dass der Fahrer die Hand vom Lenkrad oder den Blick von der Straße nehmen muss.
Der Satz „Ich brauche Benzin“ lässt das Navigationssystem eine Route zur nächsten Tankstelle finden, eine Formulierung wie „Mir ist kalt“ erhöht automatisch die Innenraumtemperatur, und auch Massagesitze oder die Ambientebeleuchtung können gezielt angesprochen werden. Der Voice Pilot ist permanent online und lernt dadurch ständig neue Formulierungen: Über die Zeit wird das System also immer besser und kann den Fahrer mehr und mehr unterstützen.
Das Navigationssystem ist nun leistungsfähiger
Die neue Hard- und Softwarearchitektur des PCM 6.0 erlaubt noch schnellere Berechnungen des Navigationssystems – immer unter Berücksichtigung von Verkehrsinformationen, die in Echtzeit hereinkommen. Zur Geschwindigkeit der Informationsvermittlung trägt auch die deutlich reduzierte und übersichtlicher gestaltete Kartenansicht bei.
Mithilfe von Echtzeit-Verkehrsdaten werden die Straßen je nach Verkehrslage in unterschiedlichen Farben angezeigt. Der Routenmonitor erlaubt einen schnellen Zugriff auf alle relevanten Informationen. Unter anderem werden hier Staus und Zwischenstopps entlang der Route übersichtlich dargestellt. Außerdem zeigt das Porsche-Navigationssystem die Verkehrsinformationen jetzt auch fahrspurgenau an.
Mensch und Maschine kommunizieren intensiver
Mit dem PCM 6.0 überträgt Porsche die Digitalfunktionen des elektrischen Sportwagens Taycan erstmals auf Modelle mit Verbrennungsmotor.
Er setzt sich aus eigens komponierten Musikelementen zusammen und ist wirklich adaptiv, passt sich also an den Fahrstil an. So hört man bei sportlicher Landstraßenfahrt eine ganz andere Musik als beim gemütlichen Cruisen ins Büro. Wer dabei an die situationsabhängig veränderliche Musikuntermalung von Computerspielen denkt, liegt nicht falsch – nur, dass sich die Soundtracks über das Smartphone auch außerhalb des Autos genießen lassen.
Vorfahrt für grünen Wasserstoff
Im urbanharbor in der Ludwigsburger Weststadt stehen alle Zeichen auf Energiewende. Im sogenannten hybrid-loop- Projekt soll bald Wasserstoff aus Sonnenkraft entstehen.
Nicht allein, nur gemeinsam kommen wir ans Ziel – so könnte auch das Motto im urbanharbor lauten: Dank Vernetzung und Verzahnung von Bereichen wie Wärme, Kälte, Strom und Mobilität ist das ehemalige Hüller- Hille-Areal ein Paradebeispiel für effizienteEnergieerzeugung und -nutzung. Wieso das so wichtig ist? Für eine erfolgreiche Energiewende ist der intelligente Umgang mit Energie unverzichtbar: Die Energie sollte möglichst bedarfsorientiert erzeugt werden, um Ressourcen zu schonen.
Energie aus Sonnenkraft zwischenspeichern In der bald fertig modernisierten Halle auf dem Areal, im hybrid loop, entsteht gar mehr Energie, als für den Betrieb nötig ist. Dafür sorgt bald eine Photovoltaikan- lage auf dem Dach mit einer Leistung von rund 450 Kilowatt Peak, welche von den Experten der SWLBgebaut wird. Wohin mit dem aktuell nicht benötigten, regenerativ erzeugten Strom? Das Stichwort lautet Lastausgleich: Wenn zeitweise mehr Strom erzeugt, als direkt benötigt wird, wird dieser gespeichert – etwa in einem Batteriespeicher. Der Strom steht dann wiederum zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung, wenn die Sonne nicht scheint und weniger Strom produziert werden kann oder der Energiebedarf steigt –beispielsweise wenn viele Menschen parallel ihr E-Auto laden. Statt den Strom in einer Batterie zwischenzuspeichern, kann dieser aber auch umgewandelt werden: in Wasserstoff.
Neues Vorhaben: Wasserstoffproduktion Wasserstoff entsteht durch Elektrolyse und treibt beispielsweise Lkws lokal emissionsfrei an. Aber: Wasserstoff wird bisher zumeist aus Erdgas gewonnen, unter Einsatz von zusätzlicher Energie. Dadurch erhält Wasser- stoff eine schlechte Klimabilanz. Fortan soll er im urbanharbor aus erneuerbarer Energie, aus Sonnenkraft, entstehen – sogenannter grüner Wasserstoff. So könnten Pkws oder Lkws bald klimafreundlich fahren – vielleicht auch zukünftig die Entsorgungsfahrzeuge der Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises oder Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs.

Erschienen in SWLB Kundenmagazin 360° (3/2020)
Erscheinungsdatum: 19. Oktober 2020
Wasserstoff mit grüner Energie vom Dach
Der urbanharbor will in seiner Strategie für eine nachhaltige und digitale Arbeits- und Lebenswelt einen weiteren Meilenstein setzen: Jetzt soll auch die Produktion von grünem Wasserstoff auf dem großen Areal in der Weststadt Einzug halten.
Wasserstoff gilt als einer der wichtigsten Energieträger der Zukunft. Er kommt aber nicht so recht aus den Startlöchern heraus. Die Herstellung von Wasserstoff auf dem Weg der Elektrolyse hat den Ruf, es gehe nur mit großen Anlagen im industriellen Maßstab. Zu hören ist dann von Mega-Projekten in direkter Nachbarschaft von großen Windparks auf See. Dass es viel schneller und effizienter in kleineren, dezentralen Anlagen vorangehen kann, das will Max Maier in seinem urbanharbor zeigen und dort gemeinsam mit den Stadtwerken Ludwigsburg in die Herstellung von Wasserstoff einsteigen.
Lokaler Wasserstoff, das ist eine Strategie, die dieser Tage auch das Handelsblatt in einer Analyse beleuchtet hat. Die teuerste Form der Bereitstellung von Wasserstoff sei es, die Herstellung direkt bei neu errichteten Windparks im Norden zu platzieren, wird ein Branchenexperte zitiert. Die Elektrolyse müsse vielmehr in der Nähe der Abnehmer stattfinden, also in den industriellen Ballungszentren. Und die liegen eher im Süden. Die Erzeugung und Verteilung von Wasserstoff als lokales und regionales Thema – es steckt laut Handelsblatt noch ganz in den Anfängen. Und ein solcher Anfang soll jetzt in Ludwigsburg im urbanharbor gemacht werden.
Ein Grundgedanke dabei: Anders als bisher, wo Wasserstoff vor allem aus Erdgas gewonnen wird, also aus einem fossilen Energieträger, soll der Wasserstoff grün werden. Sprich: Die Energie zur Elektrolyse muss aus regenerativen Energien kommen. Das kann Windenergie sein, genauso gut aber auch Sonnenenergie. Und davon wird es im urbanharbor einige geben. Schon länger beschlossen und auf den Weg gebracht ist der Bau einer großen Photovoltaikanlage auf dem Dach einer der ehemaligen Industriehallen.
Es ist jene Halle, die Maier derzeit zum neuen Vorzeigeprojekt innerhalb des Gesamtprojekts urbanharbors für neue innovative Mieter umbaut (siehe auch Grafik oben). Die Halle liefert mit der Solaranlage auf dem Dach bis zu 3 Mal so viel Energie als es für den Betrieb im Inneren benötigt. Damit stellt sich auch hier eine der Kernfragen der künftigen Energiewirtschaft, wie man überschüssige Energie aus Wind und Sonne zwischenspeichern kann.
Der urbanharbor gibt zwei Antworten. Zum einen mit Batteriespeicher-Systemen. Diese Technologie hat auf dem Areal jüngst bereits Einzug gehalten. Als zweite Antwort neu dazukommen soll jetzt die Produktion von Wasserstoff als Speicher für die Sonnenenergie. Eine Produktionsanlage, auch Elektrolyseur genannt, soll aufgebaut werden. Im Grund geht es dabei zunächst um eine Einheit in der Größe eines Containers. Bis zu 8400 Kilogramm Wasserstoff können nach ersten Berechnungen mit der Sonnenenergie vom Dach gewonnen werden. Das entspreche über 800 000 gefahrenen Kilometern eines Brennstoffzellen-Pkws.
Der Plan im urbanharbor: Der Wasserstoff soll den Verkehr von Lastwagen und Bussen sauber machen. Das könnten Entsorgungsfahrzeuge der Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises ebenso sein wie Busse des Öffentlichen Nahverkehrs, auch eine Stadtbahn. Und in Kooperation mit dem speisewerk, das im urbanharbor seinen Sitz hatkönnten die jetzt schon in Mehrwegsystemen verpackte Speisen durch eine Flotte wasserstoffbetriebener Fahrzeuge verteilt und abgeholt werden.
Es ist die Überzeugung von Familie Maier: „Die Energie- und Mobilitätswende kann uns nur ganzheitlich betrachtet gelingen, wenn wir vor allem durch die Transformation der Bestands-Immobilien mehr Energie erzeugen, diese bedarfsgerecht verteilen, speichern und intelligent für verschiedene Nutzungen zur Verfügung stellen.“

Erschienen am 18. Juli 2020 in der LKZ
Autor Peter Maier-Stein
Pflugfelder & maxmaier urbandevelopment übergeben Rekordspende
Ludwigsburg, 10. März 2020. Bereits seit 1999 unterstützt die Pflugfelder Gruppe in vielfältiger Weise die Arbeit des Ludwigsburger Kinderschutzbunds. Ein zentraler Bestandteil dieses Engagements ist die Benefizgala „United 4 Kids“, die sich inzwischen zur größten Charity-Party der Stadt entwickelt hat. Den Rekord-Erlös in Höhe von 100.000 Euro haben die Initiatoren, Jürgen und Julian Pflugfelder sowie Familie Maier, nun an die Kreisvorsitzende Christa Holtzhausen und die Schirmherrin Andrea Haas übergeben.
Mehr als 450 Gäste waren im vergangenen Oktober in die Event-Location „urbanharbor“ gekommen, um gemeinsam zu feiern und gleichzeitig Gutes zu tun – darunter auch einige bekannte Vertreter aus Wirtschaft und Politik. Neben Pflugfelder wurde die Benefizgala von Mann + Hummel, Bäckerei KATZ, BW Bank und maxmaier urbandevelopment gesponsert. „Wir sind von der Höhe der Spendensumme überwältigt“, so Holtzhausen bei der Scheckübergabe. „Wir freuen uns, dass es nach wie vor viele Menschen gibt, die sich gerne für den guten Zweck einsetzen. Ihnen allen gilt daher mein persönlicher Dank.“
Mit dem Spendenerlös werden beim Kinderschutzbund Projekte wie die frühkindliche Erziehung, das Kinder- und Jugendtelefon sowie die Aus- und Weiterbildung von zahlreichen ehrenamtlichen Arbeitskräften gefördert. Auch das Projekt „Frühe Hilfen“ profitiert von der Spendenaktion. Dabei werden Familien mit Neugeborenen nach der Geburt von Mitarbeitern des Kinderschutzbundes besucht und erhalten eine „Hallo-Baby-Tasche“. Daneben beraten die Ehrenamtlichen die Eltern in ihrer neuen Lebenssituation.
„Es erfüllt uns mit Stolz, dass es im Rahmen unserer langjährigen Partnerschaft mit dem Kinderschutzbund regelmäßig gelingt, Spenden für verschiedenste Projekte zur Verfügung zu stellen. Ohne das selbstlose Wirken der ehrenamtlichen Helfer, die einen erheblichen Teil ihrer Freizeit dafür aufwenden, Familien mit Problemen zu unterstützen, wäre das alles nicht möglich. Deshalb ist es uns ein besonderes Anliegen, auch künftig aktiv dazu beizutragen, Kindern ein Leben voller Liebe und Fürsorge bieten zu können“, betonen Jürgen und Julian Pflugfelder.

Erschienen am 10. März 2020 in der LKZ
Autorin Marion Blum

Der Visionär im urbanharbor – Heilbronner Stimme
Max Maier hat in Heilbronn BWL studiert, Unternehmen vor der Pleite gerettet, Ikea nach Ludwigsburg gelotst und tausende Jobs geschaffen. Jetzt setzt der Unternehmer und Immobilienentwickler in Ludwigsburg seine Idee der Arbeits- und Lebenswelt von morgen um. Mit an Bord sind bekannte Weltkonzerne.

„Mich bewegt: Wie können wir das Konkurrenzdenken, das uns ungeheuer weit gebracht hat, umdenken zu Teams? Denn wir denken bislang nicht in Ökosystemen und Lösungen, sondern nur, wie wir bestehende Geschäftsmodelle digitalisieren können. Wir brauchen aber sektorübergreifende Lösungen this site.“
Es sind Sätze wie in Stein gemeißelt, und Maiers Augen leuchten, wenn er sie vorträgt. Er ist überzeugt und er wirkt überzeugend. So bleibt bloß noch ein kleines Problem, ist ihm klar: „Für mich sind die Fragen bereits gelöst. Nur der Weg dorthin, politisch und technisch, der ist es noch nicht.“
Erschienen am 26. November 2019 in der Heilbronner Stimme
Autor Heiko Fritze

4ART | STEINWAY & SONS | Aston Martin – Event-Trio im Kulturwerk
Am 14.11.2019 hat das Unternehmen 4ARTechnologies zusammen mit STEINWAY & SONS und Aston Martin zu einer Abend-Veranstaltung rund um Digitalisierung in Sachen Kunst & Musik, ins Kulturwerk auf dem urbanharbor Areal in Ludwigsburg eingeladen.

4ARTechnologies
„Kunst ist Kultur und damit ein Teil unserer Identität,
Kunst ist aber auch Leidenschaft, Handelsgut und Objekt der Begierde,
Kapitalanlage und Währung. Kunst ist so vieles und doch für jeden etwas Anderes –
nur eines haben wir alle gemeinsam: den Wunsch, dieses Gut und seine Werte zu schützen.“
Der globale Standard.
Mit dem Ziel, das Kulturgut Kunst für zukünftige Generationen zu schützen und das Fälschen von Kunstwerken unmöglich zu machen, setzt 4ARTechnologies einen neuen Standard für die Kunstindustrie. Die Technologie schafft es erstmalig alle Akteure – vom Künstler, Galeristen und Sammler, über Gutachter, Versicherer und Restauratoren bis hin zu Logistik- und Transportunternehmen – miteinander zu vernetzen und ihnen mehr Transparenz, Sicherheit und Prozesseffizienz zu bieten.
Kunst trifft auf Digitalisierung.
4ARTechnologies kombiniert das Potenzial der Blockchain mit ihrer einmaligen und patentierten Augmented-Authentication-Technologie. Das Herzstück ist die Erstellung und Verwaltung fälschungssicherer „biometrischer Pässe“ für Kunstwerke. Mittels Standard-Smartphone-Kamera wird ein Kunstwerk fotografiert und die erfassten Daten in einen digitalen „Fingerabdruck“ umgewandelt. Zusammen mit den Provenienzdaten eines Kunstwerkes – den Informationen zu Herkunft und Geschichte – wird der Fingerabdruck als fälschungssicherer „biometrischer Pass“ gesichert. Einmal in der Datenbank gespeichert, ermöglicht die Technologie die zweifelsfreie Zuordnung des Gemäldes zu seinem digitalen Zertifikat.
Auch die zeit- und kostenaufwändige Erstellung von Condition Reports wird mit 4ARTechnologies revolutioniert und vereinfacht. Jegliche Oberflächenveränderung – beispielsweise durch Beschädigungen – kann mittels der App zweifelsfrei festgestellt und dokumentiert werden. Der Aufwand eines nunmehr vollkommenen, zuverlässigen Condition Reports dauert nur noch wenige Minuten und hält jeglicher Expertenprüfung stand.
Diese Reports können einfach und sicher auf dem Smartphone erstellt, übertragen und genutzt werden, um jede Transaktion zu dokumentieren und abzusichern. Logistik- und Transportdienstleister profitieren von der Track & Trace-Funktion, während Restauratoren und Konservatoren nun die Details ihrer Arbeit protokollieren und auf die Informationen früherer Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten zurückgreifen können.
STEINWAY & SONS
Seit 1853 verpflichtet sich STEINWAY & SONS dem perfekten Klang – Und ist seit 2015 auch in Stuttgart mit eine Filiale für Sie vertreten. Hier bieten wir Ihnen das gesamte Sortiment an herrlichen Flügeln und Klavieren “designed by STEINWAY & SONS” zum Kauf und eine Vielzahl an Pianos zum Verleih an. An diesem Abend wurde im Kulturwerk der neueste und erste digitale Flügel präsentiert. Nachdem der Profipianist Maximilian Schairer von STEINWAYs den Gästen live vorspielte, übernahm der digital gesteuerte Flügel SPIRIO selbst die musikalische Begleitung – abgestimmt in Perfektion.
UNITED4KIDS Charity Event – urbanharbor
United4kids Charity
Auch in Ludwigsburg hat der Deutsche Kinderschutzbund viel zu tun. Da traf es sich gut, dass die Immobiliengruppe Pflugfelder vor 20 Jahren als Großsponsor einstieg. Damals beschloss Unternehmer Jürgen Pflugfelder, fortan alle zwei Jahre bei einer Benefizgala im großen Stil Geld für den Kinderschutzbund zu sammeln – mittlerweile sind dank dieser Initiative fast 220.000 Euro geflossen.
2017 schloss sich Pflugfelder mit dem Unternehmer Max Maier (Max Maier Urbandevelopment) zusammen, der die Räume im Urbanharbor in der Ludwigsburger Weststadt zur Verfügung stellte. Alleine nach dieser „United-4-Kids“-Benefizgala konnten die Initiatoren rund 40.000 Euro an den Kinderschutzbund überweisen.
Mittlerweile haben sich die beiden Unternehmer aus der Benefizgala zurückgezogen und die Vorbereitungen in die Hand des Nachwuchses gelegt. Somit wurden die rund 400 prominenten Gäste bei der jüngsten, unter dem Motto „Nachhaltigkeit“ stehenden Auflage von Moderatorin Madlen Maier und ihrem Bruder Max Maier sowie Julian Pflugfelder, dem geschäftsführenden Gesellschafter von Pflugfelder, begrüßt.

Das Publikum durfte sich auf Überraschungen freuen, beispielsweise auf die beiden Schwestern Tina und Tiny Cui. Tina ist zehn, ihre Schwester gerade mal drei Jahre älter. Am Klavier aber sind sie schon ganz groß, wie die beiden eindrucksvoll bewiesen. Anspruchsvolle klassische Werke beherrschen sie spielend. Das musikalische Talent scheint den jungen Schwestern in die Wege gelegt. Doch solche Meisterschaft in jungen Jahren erfordert auch harte Arbeit, das kann selbst der Laie erahnen.
Freilich stand im Urbanharbor nicht das Programm, sondern der gute Zweck im Mittelpunkt. Der Kinderschutzbund profitiert auch in diesem Jahr massiv von Spenden, bereits im Vorfeld hatten die Gäste die Organisation mit rund 30.000 Euro unterstützt. Und es werden noch Spenden angenommen, am Jahresende oder Anfang 2020 werden die Familien Pflugfelder und Maier das endgültige Ergebnis bekanntgeben.
Wie Christa Holtzhausen vom Vorstand des Kinderschutzbundes erläuterte, flossen die Spenden von 2017 unter anderem in den Bereich „Frühe Hilfen“: Mitarbeiter des Kinderschutzbundes nehmen Kontakt mit jungen Eltern auf, gemeinsam werden dann Unterstützungsoptionen für Neugeborene erörtert. Weitere Mittel seien für Eltern- und Großelternkurse sowie den sogenannten Krabblertreff reserviert worden.

Erschienen am 21. Oktober 2019 in der LKZ
Autor Frank Klein
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